(c) Alex Padurariu/Unsplash

Pubertätsblocker bei Minderjährigen

Zwei Stellungnahmen
 
Publiziert: 25.11.2022

Weiterempfehlen

  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

Geschlechtsumwandlungen bei Minderjährigen nehmen zu. In der Regel beginnt dieser Prozess mit Pubertätsblockern, also mit einer Hormonbehandlung, welche die körperliche Entwicklung wie den Stimmbruch oder das Wachstum der Brüste stoppt. So erhalten die Jugendlichen noch einmal Zeit zu überlegen, was sie wirklich wollen.

Regula Lehmann ist Leiterin Ehe- & Familienprojekte bei der Stiftung Zukunft.CH. Sie weist darauf hin, dass bei Pubertätsblockern zwar die körperliche Entwicklung gestoppt wird, nicht jedoch die Reifung des Gehirns. Dies führe zu einer Schieflage und einer Art Desynchronisation des Gehirns. «Unterdessen weiss man, dass operierte Transpersonen, welche Pubertätsblocker erhalten haben, nicht nur in ihrer Fortpflanzungsfähigkeit, sondern auch in ihrer sexuellen Gesundheit gefährdet sind», sagt sie.

Wenn Jugendliche den Prozess abbrechen, können nicht mehr alle Veränderungen rückgängig gemacht werden. Deshalb ist es Lehmann ein Anliegen, dass Jugendliche keine solche Behandlung machen, sondern gut begleitet werden. Sie rät Eltern, betroffene Jugendliche zum Abwarten zu bewegen.

Auch die klinische Sexologin Veronika Schmidt findet Pubertätsblocker nicht unproblematisch. Sie erklärt, zu Beginn sei man bei solchen Behandlungen noch euphorischer gewesen. Doch inzwischen wisse man, dass sie langfristige Auswirkungen haben, welche nicht mehr umkehrbar sind. «Junge Menschen in der Identitätsfindung können sich auch irren», gibt sie zu bedenken.

Es seien heute vor allem junge Frauen, welche sich als Mann identifizieren. Dies war lange umgekehrt. Woran der Anstieg bei jungen Frauen liege, sei unklar. Schmidt verweist darauf, dass junge Frauen in der Pubertät zu Identitätskrisen neigen und diese hin und wieder auch auf extreme Art und Weise zu lösen versuchen. Wenn erst in der Pubertät erstmals von einer Transidentität die Rede sei, dann rät sie dazu, sich Zeit zu lassen bei einer Entscheidung und nicht vorschnell zu Pubertätsblockern zu greifen. Dennoch sei Transidentität nicht einfach eine Modeerscheinung, sondern eine Realität. Insbesondere wenn Kinder schon früh äusserten, sich dem anderen Geschlecht angehörig zu fühlen, dann könne eine Hormonbehandlung in der Pubertät gerechtfertigt sein.

© Online-Redaktion ERF Medien
 
Anzeige
Gesundes Wissen | Mobile Rectangle
10% Ihres Gartenauftrages | medium rectangle
Event AG | Mobile Rectangle
Pushweekend | Mobile Rectangle
Music Loft | Emo Johnson | nachher | Mobile Rectangle
Anzeige
Pushweekend | Half Page
10% Ihres Gartenauftrages | half page
Gesundes Wissen | Half Page
Event AG | Half Page
Music Loft | Emo Johnson | nachher | Half Page
ERF Medien Erbrecht | Half Page
Mehr zum Thema
Anzeige
StopArmut Konferenz | Billboard
Event AG | Billboard
Latin Link | Billboard
ERF Medien Erbrecht | Billboard
Prosperita | Billboard
Mutmachen
Anzeige
ERF Medien Erbrecht | Half Page
Event AG | Half Page
Gesundes Wissen | Half Page
10% Ihres Gartenauftrages | half page
Pushweekend | Half Page
Music Loft | Emo Johnson | nachher | Half Page
Logo
Logo
Logo
Logo