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Lebensgeschichten

Wer war eigentlich ... Florence Nightingale?

Florence Nightingale | (c) Wikipedia
Florence Nightingale | (c) Wikipedia
15.11.2019
Die kleine Florence fühlte schon als Mädchen, dass Gott sie zu etwas Besonderem berufen hatte.
 
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Die junge Britin aus wohlhabendem Haus ging ihren Eltern wohl sehr auf die Nerven. Denn diese gehörten zu den Privilegierten während der Zeit der Industrialisierung. Sie waren gebildet und wohlhabend genug, um die Welt zu bereisen. So kam Florence auch zu ihrem Namen. Da sie in Florenz zur Welt kam, wurde sie kurzum auf den Namen Florence getauft. Etwas schlechter traf es ihre Schwester, die in einem von Griechen gegründeten Vorort Neapels geboren wurde. Also musste sie mit dem Namen Parthenope durchs Leben gehen …

 

Die kleine Florence fühlte schon als Mädchen, dass Gott sie zu etwas Besonderem berufen hatte. Als 17-Jährige wusste die lebenslustige junge Frau: «Ich will Krankenschwester werden.» Die Eltern waren schockiert. Eine junge, fröhliche und dynamische Frau aus gutem Hause hatte gefälligst Ehefrau und Mutter zu werden. Aber sicher nicht Pflegerin. Diese Arbeit war etwas für alte Frauen, die meistens alkoholisiert ihren Dienst verrichteten. Die damaligen Krankenhäuser waren schmutzig und gefährlich – eine Ansammlung gescheiterter Kreaturen.

 

Auf Wunsch ihrer Eltern reiste Florence Nightingale mit Freunden der Familie durch Europa und nach Ägypten. Daheim hofften sie, dass die visionär denkende junge Frau ihre Ideen vergessen würde. Dies war ein Irrtum! Denn statt der touristischen Sehenswürdigkeiten interessierte sich Florence Nightingale für die Krankenhäuser. Und von denen gab es viele, alle in schlechtem Zustand. Nach dieser Reise gaben die Eltern ihren Widerstand auf und erlaubten der zukünftigen Wegbereiterin der modernen Krankenpflege, ihrem Berufswunsch nachzugehen.

 

In ihren ersten Berufsjahren lernte sie alles über Medikamentenkunde und Wundpflege, scheute sich aber auch nicht, Amputationen mitzuerleben, und kümmerte sich liebevoll um Sterbende.

 

Im Sommer 1854 stand Grossbritannien an der Seite Frankreichs und der Türkei im Krimkrieg gegen Russland. Dies war der erste Krieg in der industriellen Neuzeit. Nightingale kümmerte sich um die Kriegsversehrten. Jedoch starben mehr vor Kälte und an Krankheiten wie Cholera und Typhus als auf dem Kriegsfeld. Doch in den Lazaretten fehlte es an Platz, Medikamenten und Nahrung. Einfachste Sachen wie Decken und Betten waren kaum vorhanden. Die junge Nightingale wurde immer mehr zur engagierten Kämpferin und forderte von den Verantwortlichen Geld, um eine anständige Pflege für die verletzten Soldaten leisten zu können. Dass sie in ihrem Einsatz selbst am sogenannten «Krim-Fieber» erkrankte, hinderte sie nicht, sich weiterhin für die Entwicklung in der Krankenpflege einzusetzen. Wen wundert’s, dass sie von den Soldaten geliebt und verehrt wurde. Nightingale schuf aufgrund ihrer Erlebnisse und Erfahrungen die Grundlagen und Möglichkeiten einer professionellen Krankenpflege. Mit selbst gesammelten Spenden eröffnete sie 1860 eine Pflegeschule in London. Bis heute wirkt die Vision dieser mutigen Frau nach. Florence Nightingale war zu jener Zeit bereits eine Berühmtheit und wurde für ihre Arbeit von Queen Victoria mit dem «Royal Red Cross» ausgezeichnet. Zudem ermöglichte Florences Vater ihr eine für damalige Verhältnisse aussergewöhnliche Ausbildung.

 

Auch in Mathematik. Davon war sie so begeistert, dass sie später die visuelle Veranschaulichung von Statistiken erfand. Heute kennt man diese Form vor allem als Kuchendiagramm. Florence Nightingale, eine Frau, die das Gesundheitswesen revolutionierte und wissenschaftliche Ergebnisse in verständlichen Formen präsentieren konnte. Für sie galt: «Wenn man mit Flügeln geboren wird, sollte man alles dazu tun, sie zum Fliegen zu benutzen.»

( © Online-Redaktion ERF Medien)
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