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Lebensgeschichten

Wer war eigentlich ... Thomas Cook?

Thomas Cook - Reisepionier  |  Thomas Cook - Reisepionier | (c) Chemical Engineer Wikipedia
20.05.2019
Vom Wanderprediger zum Sozialunternehmer
 
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Die meisten kennen den Namen Thomas Cook im Zusammenhang mit Gruppenreisen. Der Tourismus-Pionier ist der Begründer des Systems der Pauschalreisen. Die wenigsten wissen aber, dass Thomas Cook ein baptistischer Geistlicher war, mit einem grossen Herz für soziale Themen.

Thomas Cook lebte zur Zeit der Industrialisierung mit allen dazugehörenden sozialen Veränderungen. Die Härte dieser Epoche begleitete ihn durch sein ganzes Leben. Bereits als 10-jähriger Junge musste er die Schule verlassen und bei einem Gemüsehändler arbeiten. Der kleine Thomas liebte aber die Schule und war froh, dass er wenigstens noch die Sonntagsschule der Methodisten besuchen konnte. Als 14-Jähriger verbrachte er seine ganze Zeit bei seinem alkoholabhängigen Onkel und erlernte das Tischlerhandwerk. Diese Phase prägte den jungen Christen stark, da er eindrücklich erlebte, wie zerstörerisch der Alkoholkonsum sein konnte. Aber er erkannte auch, dass Alternativen zu einem sinnerfüllten Leben fehlten.

Thomas Cook war ein leidenschaftlicher Missionar, Sonntagsschullehrer und Wanderprediger. Und wie die meisten Christen zur damaligen Zeit war er ein überzeugter Abstinenzler und ein politischer Mensch. Er organisierte Grossveranstaltungen und Demonstrationsmärsche gegen den Alkoholmissbrauch. Aber er wollte noch mehr. Cook spürte die Nöte der Arbeiterklasse und überlegte, was er für diese Menschen tun konnte. Er wollte, dass sie auch ein- mal etwas anderes erleben, als täglich 15 Stunden zu arbeiten und die spärliche Freizeit mit Trinken und Schlägereien zu verbinden.

So organisierte Cook am 5. Juli 1841 eine Eisenbahnreise durch die englischen Midlands zu einem Abstinenzlertreffen. Diese Fahrt kostete nur gerade einen Schilling pro Person. Natürlich war dies keine Extrafahrt in Luxuswaggons. Es war eine Bahnfahrt 3. Klasse in offenen Waggons, ohne bequeme Sitzgelegenheit. Cook wollte mit diesem Angebot auch kein Geld verdienen. Ihm war es wichtig, die Menschen von der Ginflasche wegzubringen. Dieser Alkohol war damals so billig, dass es fast für alle reichte, sich sinnlos zu betrinken. Cook wollte diesen Menschen zeigen, dass es auch viel Schönes im Leben gibt. Sein Motto für diese Aktionen war: «Menschen mit Menschen und Menschen mit Gott zu verbinden.» Dabei wurde Cook auch ganz praktisch: Denn im Reisepreis war auch noch ein Schinkenbrot und eine Tasse Tee enthalten.

Diesen Reisen folgten noch viele. Cook organisierte als Erstes bezahlbare Reisen in die Schweiz. Ein Reiseimperium war geboren. Dabei war ihm wichtig, dass seine Angebote immer für verschiedene Kulturen und Klassen funktionierten. Denn trotz seiner Erfolge blieb er dem sozialen und christlichen Gedanken verbunden, dass auch Menschen aus der Arbeiterklasse Gutes verdient haben.

 

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