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Zu Hause auf dem Campingplatz

Publiziert: 23.04.2014

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Im Leben von Barny scheint alles reibungslos zu laufen: Eigenes Geschäft, Ehefrau und Familie. Aber in der Ehe kriselt es immer mehr. Als dann auch noch sein Geschäft in finanzielle Schieflage gerät und er Mitarbeiter entlassen muss, wird es zu viel für den Familienvater. Er kann einfach nicht mehr und muss für drei Monate in eine Klinik – Diagnose Burnout.

Seit dem Klinikaufenthalt sind heute mehr als 10 Jahre vergangen. Doch Barny* erinnert sich noch gut an das Gespräch mit dem Oberarzt: «Er erklärte mir damals, dass es nur einen Weg aus dem Burnout gibt: Das eigene Geschäft verkaufen.» Eher widerwillig entscheidet er sich dazu und verkauft sein Radiogeschäft unter dem Wert – zurück bleiben hohe Geldschulden.

Zusätzlich verschärfen sich nach seinem Klinikaufenthalt die Eheprobleme: «Als ich aus der Klinik entlassen wurde, war ich immer zu Hause – damit kam meine Frau nicht zurecht.» Um Abstand zu gewinnen, zieht er über den Sommer auf einen Zeltplatz. «Wir haben es danach nochmals zusammen versucht, aber es hat leider nicht funktioniert.» So kommt es, dass sich Barny einen alten Wohnwagen kauft – auch um seine Lebenskosten möglichst tief zu halten.

365 Tage im Wohnwagen
Heute lebt Barny bereits seit 10 Jahren in seinem Wohnwagen – obwohl er inzwischen seine Geldschulden zurückzahlen konnte. «Ich liebe einfach die Natur», schwärmt Barny. An manchen Sonntagen marschiert er von seinem Wohnwagen einfach in eine bestimmte Richtung los: «Manchmal bin ich mehrere Stunden unterwegs und geniesse die Freiheit.»
Mit dem Gedanken, wieder in eine Wohnung zu ziehen, spielt der gelernte Radio- und Fernsehelektriker immer wieder: «Aber so lange ich alleine wohne, passt es mir in meinem Wohnwagen – zu zweit wäre es aber definitiv zu eng». Manchmal leistet sich der Wohnwagenbesitzer auch ein paar Tage in einem schönen Hotel und geniesst den «Luxus» dort sehr.

Gott sorgt für mich
Die Ärzte prognostizieren nach dem Klinikaufenthalt einen Zeitraum von 5 bis 7 Jahren, bis Barny wieder 100 % arbeitsfähig ist. Zwei Jahre nach dem Zusammenbruch fängt der Familienvater wieder mit Gelegenheitsjobs an. Nochmals zwei Jahre später absolviert er eine Weiterbildung als Gas-Sachverständiger. «Dank dieser Weiterbildung kann ich Gastests an Wohnwagen auf Campingplätzen durchführen.» Gerade in den Jahren nach dem Burnout erlebt Barny, dass Gott für ihn sorgt: «Wenn ich mal keinen Job hatte, kriegte ich prompt mehr Gasarbeiten.» Schritt für Schritt kämpft er sich in die Arbeitswelt zurück – seit vier Jahren kann er wieder Vollzeit arbeiten. «Ich weiss heute, dass es immer weitergeht und gut kommt – auch wenn ich den Sinn der Situation im Moment nicht erkennen kann.»

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