Von Schmerzen beim Geschlechtsverkehr über starke Blähungen und Bauchschmerzen bis hin zu auffallender Müdigkeit und Erschöpfung: Die Symptome einer Endometriose sind vielfältig. Die Universität Zürich geht davon aus, dass in der Schweiz zwischen 190 000 bis 280 000 Frauen von Endometriose betroffen sind.
Als Endometrium wird generell die Gebärmutterschleimhaut bezeichnet. Normalerweise baut sie sich auf, um einem befruchteten Ei einen Platz zum Einnisten zu schaffen. Wenn sich die Schleimhautzellen jedoch ausserhalb der Gebärmutter ansiedeln, kann das zu Entzündungen und Vernarbungen führen. In diesem Fall spricht man von einer Endometriose. Für eine Diagnose ist in den meisten Fällen eine Bauchspiegelung nötig, also ein minimer Eingriff. Das soll sich nun aber ändern.
Ein Forschungsteam der australischen Firma «Proteomics International Laboratories Ltd.» hat eine schnellere und einfachere Methode für eine Diagnostik entwickelt: Ein Bluttest, der alle Stadien der Erkrankung erkennen kann. Der neue Test arbeitet mit sogenannten Biomarkern, die mit einer Endometriose in Verbindung stehen. In diesem Fall erkennt der Test Spuren von Proteinen im Blut. Die Methode soll künftig genutzt werden, um Patientinnen frühzeitig zu testen und zu diagnostizieren. Somit könnte man die gesundheitlichen Auswirkungen verringern. Eine Markteinführung in Australien ist für das Frühjahr 2025 geplant, eine globale Einführung ebenfalls.
Benachrichtigungen