Heute feiern Juden in aller Welt Purim. Es wird auch das jüdische Fasnachtsfest genannt, weil sich die Kinder dann gerne verkleiden.
Seinen Ursprung hat die Feier in der Rettung der Juden durch Königin Esther im damaligen persischen Reich im 5. Jahrhundert vor Christus. Haman, ein hoher persischer Regierungsbeamter, wollte aus gekränktem Stolz die Juden im Reich vernichten. Den Tag bestimmte er durch das Los (hebräisch «Pur», Mehrzahl «Purim»).
In der Geschichte des jüdischen Volkes und vor allem während der Diaspora fanden immer wieder solche Pogrome statt, unter anderem im europäischen Mittelalter und während der Zeit des Nationalsozialismus.
Gefeiert wird sehr ausgelassen: Es wird gebetet, gegessen, Alkohol konsumiert und – sehr wichtig – das Buch Esther rezitiert. Während der Lesung wird jedes Mal, wenn der Name Haman erwähnt wird, Lärm gemacht: mit Ratschen, Rasseln oder durch Klopfen mit Hämmerchen.
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